Eröffnung des Bürener Skateparks

Frischer Wind für die Almeauen

Die Bürener Almeauen haben eine neue Attraktion: die neue moderne Skateanlage konnte diese Woche eröffnet werden. „Der Skatepark in den Bürener Almeauen bietet eine Bereicherung des sportlichen Angebotes in Büren für große und kleine Besucher“, freut sich Bürgermeister Burkhard Schwuchow.

Die zentrale Lage – insbesondere für alle weiterführenden Schulen – begünstigt zudem eine Nutzung als außerschulischen Lernort. „Der neue Standort in den Almeauen bietet dabei gegenüber dem bisherigen neben der Stadthalle den Vorteil, dass er besser an die Kernstadt angebunden ist – eine der Förderbedingungen aus dem Investitionspakt Soziale Integration im Quartier NRW“, erklärt Peter Salmen als Vorsitzender des Bauausschusses. Das Projekt wurde zu 75 % gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bauen und Reaktorsicherheit sowie zu 15 % vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen. Ein Eigenanteil von 10 % waren von der Stadt Büren zu tragen bei einem Gesamtvolumen von 300.000 €.

 

Zusätzlich steht beim Skatepark-Projekt auch das Thema Inklusion und Teilhabe für alle im Mittelpunkt. Konkret bedeutet das flache Rampen und Elemente, die neben generationenübergreifenden Nutzungsmöglichkeiten für Kinder, Jugendliche, Familien auch Menschen mit Handicap berücksichtigen. Zudem ist der Park nicht nur für Skateboarder, sondern auch für BMX-Fahrer, Scooter, Inlineskater, Dirtbiker und sogar WCMX (Wheelchair Motocross, also Sportrollstühle) nutzbar. Doch auch erfahrene Sportler kommen in den Almeauen auf ihre Kosten: die Rails (Geländer), Curbs (Block) und Ledges und vielen Transitions (Erhöhungen) auf dem Rundparcours lassen diverse Tricks zu.

Landschaftsarchitekt Ralf Maier, dessen Architekturbüro bereits europaweit eine ganze Reihe von Skateparks realisiert hat, war bei der Planung darauf bedacht, dass sich die Anlage gut in ihre natürliche Umgebung einfügt: „Wie ein Fluss in der Landschaft soll der Skatepark in den Almeauen liegen und damit die organische Form des Almeverlaufs widerspiegeln.“ Um den Lärmschutz zu gewährleisten, wurden die Rampen aus besonderem geräuschreduziertem Beton gefertigt, die vor Ort gegossen wurden.

Auf Initiative der Bürener Jugendpflege wurde die Anlage von Bürener Kindern und Jugendlichen mitgeplant, die in den letzten Jahren nachhaltiges Interesse an einem neuen attraktiven Skatepark signalisiert hatten. „Der Bau des Skateparks zeigt, dass der Wunsch der jungen Menschen im Stadtgebiet nach einem Ort für sportliche Betätigung und soziale Interaktion gehört wurde“, betont Jan Hoffmeister von der Bürener Jugendpflege.


Foto: Balint Rosner (maierandschaftsarchitektur)

 

Somit ist ein Skatepark von Bürenern für Büren entstanden. Einziger Wermutstropfen: Ursprünglich war eine Eröffnungsfeier mit allen Projektbeteiligten, vielen Gästen und einem sportlichen Veranstaltungsprogramm geplant. Aufgrund der Corona-Pandemie muss diese leider vorerst verschoben werden und die Eröffnung erfolgte nur im kleinen Kreis. Die Profi-Skateboarder Ralf Loser und Sebastian Sobiech, die die Rampen in diesem Rahmen für ihre spektakulären Tricks testen durften, zeigten sich aber trotzdem begeistert von der modernen Anlage.

Für die Zukunft ist schon einiges geplant: als Besitzer des Slider-Boardshops in Paderborn hat Ralf Loser drei Skateboards für die Arbeit der Jugendpflege gespendet und wird diese auch für weitere Veranstaltungen wie dem Skate-Workshop vom 28. bis 30. Juli unterstützen. Interessierte können sich ab sofort im Treffpunkt 34 in Büren anmelden. Das Bürener Bündnis für Familie und Bildung hat außerdem Equipment im Wert von 1.400€ angeschafft, das Kindern und Jugendlichen im Treffpunkt 34 zur Ausleihe bereitstehen soll, damit jeder den Skatepark testen kann. Auch Sebastian Sobiech unterstützt die Jugendpflege dabei ehrenamtlich und wird sich um Aktionen, Boards und Reparaturen kümmern.

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