Wie ein Fluss in der Landschaft: Skatepark von Bürenern für Büren

Bauarbeiten in den Almeauen sollen im Frühjahr 2020 abgeschlossen sein


Familiär, erlebnisreich und barrierefrei – so präsentieren sich die Bürener Almeauen: Erst vor wenigen Tagen  wurden im Rahmen des Projektes „Natur und Kultur für alle“ die Wanderwege vor Ort so eingebunden, dass sie auch für Menschen mit Einschränkungen attraktiv und nutzbar sind. Nun kommt mit dem neuen Skatepark ein weiteres Angebot für große und kleine Sportler hinzu, dass ebenfalls das Thema Inklusion und Teilhabe für alle mit berücksichtigt. Vom Fortschritt der Bauarbeiten überzeugte sich nun Bürgermeister Burkhard Schwuchow: „Für große und kleine Besucher bietet der Skatepark in den Bürener Almeauen eine weitere Bereicherung des sportlichen Angebotes in Büren, das zusätzlich auch auf Inklusion setzt.“

Um die nachhaltige Nutzung der Anlage zu gewährleisten, wurden im Vorfeld die Bürener Kinder und Jugendlichen in den Planungsprozess integriert. „Im Rahmen der drei Beteiligungsworkshops wurde das Interesse durch das engagierte und ausdauernde Mitwirken über den gesamten Prozesszeitraum nochmals von jeweils 15-20 Kindern- und Jugendlichen eindrucksvoll unter Beweis gestellt“, erklärt Norman Hansmeyer von der Bürener Jugendpflege. Diese freut sich als Beteiligungsbeauftragte des Projektes, dass mit dem Bau des Skateparks der Wunsch der Kinder und Jugendlichen nach einem Ort für sportliche Betätigung und soziale Interaktion gehört wurde: „Das stetige Interesse und die sich wiederholende klare Forderung durch die Bürener Kinder und Jugendlichen hat in den letzten Jahren den Bedarf und das nachhaltige Interesse an einem neuen attraktiven Skatepark signalisiert.“

Durch flache Rampen und Elemente können in dem neuen Park schon sehr junge Nutzer das Skaten erlernen und so durch Bewegung mit Freunden und Gleichgesinnten soziale und motorische Fähigkeiten erlernen. Neben der generationenübergreifenden Nutzungsmöglichkeit für Kinder, Jugendliche, Familien und sportliche Best-Ager berücksichtigt das Bürener Konzept auch Menschen mit Handicap. Zudem ist der Park attraktiv für verschiedene Sportarten, also nicht nur für Skateboarder sondern auch für BMX-Fahrer, Scooter, Inlineskater, Dirtbiker und sogar WCMX (Wheelchair Motocross, also Sportrollstühle).

Wie ein Fluss in der Landschaft

Landschaftsarchitekt Ralf Maier, dessen Architekturbüro bereits europaweit eine ganze Reihe Skateparks realisiert hat, ist darauf bedacht, dass sich der Skatepark in seine natürliche Umgebung einfügt: „Wie ein Fluss in der Landschaft soll der Skate-park in den Almeauen liegen und damit die organische Form des Almeverlaufs wi-derspiegeln. Um den Lärmschutz zu gewährleisten werden die Rampen aus ge-räuschreduziertem Beton gefertigt, die vor Ort gegossen werden können.“ Auch während der Baumaßnahme ist eine weitere Beteiligung der zukünftigen jungen Nutzer vorgesehen: im Rahmen von gemeinsamen Ortsterminen erhalten sie Einblicke in die einzelnen Abschnitte des Baufortschrittes. Darüber hinaus wurden auch die Anwohner im Rahmen einer Anwohnersprechstunde in den Planungsprozess mit einbezogen und haben ihre Sichtweise und Anregungen eingebracht. „Die Bevölkerung war sowohl bei der Ideengebung als auch im Entstehungsprozess involviert. So entsteht ein Skatepark von Bürenern für Büren“, betont Bürgermeister Burkhard Schwuchow.
 

Beteiligung der Bürener Schulen

Der Standort der Anlage in den Almeauen bietet mehrere Vorteile, die der Bauaus-schuss in seinen Beratungen berücksichtigt hat: so wird der Skatepark mit seinen flachen Pisten von überall her sehr gut einsehbar sein und ist bewusst in der Nähe öffentlicher Wege gelegen, um eine soziale Kontrolle zu gewährleisten, die bei der alten Anlage an der Stadthalle fehlte. Die Nachhaltigkeit des Projektes und seine vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten hatten auch die Mitglieder des Bürener Stadtrates überzeugt: sie stimmten fraktionsübergreifend für den Bau. Die zentrale Lage – insbesondere für alle weiterführenden Schulen – begünstigt zudem eine Nutzung als außerschulischer Lernort. „Die Schulen hatten bereits in der frühen Planungsphase die Gelegenheit, sich einen Überblick über den aktuellen Sachstand des Projektes zu verschaffen und ihre Ideen und Gedanken aus unterrichtspädagogischen Gesichtspunkten mit einfließen zu lassen“, erklärt Norman Hansmeyer. Sportlehrer haben bereits angekündigt, Skaten in den Unterricht zu integrieren und auch AGs auf dieser Anlage anbieten zu wollen.

Die Lage der Anlage in den Almeauen und ihre Verbindung zur Kernstadt ist zudem eine der Förderbedingungen aus dem Investitionspakt Soziale Integration im Quartier NRW. Das Projekt wird zusätzlich gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bauen und Reaktorsicherheit sowie vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen.
 

Der neue Skatepark wird im Frühjahr 2020 fertig sein: Darüber freuen sich (von links) Steve Werner (Goodcreet Construction), Balint Rosner (Maier Land-schaftsarchitektur), Christoph Jung (Bauamt Stadt Büren), Skater Nils Kalwa, Carolin Klute( Jugendpflege Büren), Michael Kloppenburg (Jugendpflege Büren, Bürgermeister Burkhard Schwuchow und Norman Hansmeier (Leiter Jugendpflege).

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